Ewig lange habe ich in diesem Blog schon nichts mehr geschrieben, wahrscheinlich aus purem Zeitmangel. Dafür stelle ich euch heute etwas ganz besonderes vor. Quasi eine Premiere. Dies ist der erste Blogbeitrag, der nicht getippt, sondern diktiert wurde. Wie das geht? Nein, ich habe keine neue Sekretärin bei mir im Büro sitzen. Ich habe mir die neue Version von Dragon NaturallySpeaking besorgt, und zwar in der Premium Version. Dabei handelt es sich um so ziemlich das modernste, was es zur Zeit am Sektor der Spracherkennungssoftware am Markt so gibt.

Vor ewigen Zeiten habe ich das tut schon mal ausprobiert, damals konnte es mich aber überhaupt nicht überzeugen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube mich zu erinnern, dass es damals unter der Flagge von IBM zu kaufen war. Heute in Zeiten von starken Prozessoren und viel Speicher, erlebt für mich diese Art der Software eine Renaissance.
Die Installation ging recht zügig, direkt danach muss man das Programm an die eigene Stimme gewöhnen. Dazu muss man ca. 5 Min lang einige Texte vom Bildschirm ablesen. NaturallySpeaking stellt sich damit auf die eigene Stimme und Sprache ein. Das stelle ich mir bei einem Oberösterreicher wie mir gar nicht so einfach vor, wo mich manchmal meine Frau schon nicht versteht. Zusätzlich kann man das Programm auch noch durch eigene E-Mails und Dokumente lernen lassen. Hier finde ich auch einen der größten Kritikpunkte für mich. E-Mails können nur über Microsoft Mailprogramme und Lotus Notes eingelesen werden. Da ich Thunderbird Benutzer bin, kann ich diese Möglichkeit der Verbesserung leider nicht nutzen.

Ab dann lauft das Programm im Hintergrund und kann über die + Taste aktiviert oder deaktiviert werden. Einmal aktiviert versucht es nicht nur jeglichen Text zu verstehen und im gerade geöffneten Textfeld zu schreiben, nein es kann auch viele Kommandos für den PC absetzen. Und zugegeben ist es am Anfang sehr sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem wenn man den Fehler macht, immer das Textfeld zu beobachten. Genau dann schafft man es nämlich nicht, flüssige Texte zu sprechen und einen sinnvollen Text zu generieren.
Natürlich kann das Programm nicht alle Wörter von Haus aus verstehen. Aber genau dafür bietet es eine sehr gute Lernfunktion. Sagt man zum Beispiel ein noch unbekanntes Wort, kann man dieses mit einem (Sprach)Kommando markieren und dem Programm lernen. Ab diesem Zeitpunkt sollte es immer verstanden werden.

Was mich wirklich erstaunt ist, dass sich das Programm wirklich sehr schnell auf die eigene Stimme einstellt und unglaublich wenig Fehler macht. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass man einige Zeit brauchen wird, bis man damit wirklich produktiv arbeiten kann. Ich werde sicher in der nächsten Zeit regelmäßig damit arbeiten und versuchen, mir viel Tipparbeit damit zu sparen. Nachdem ich sehr viel schreibe, vor allem in vielen Blogs, erhoffe ich mir dadurch viel Zeitersparnis, aber auch Entlastung für meine Sehnenscheiden.
Natürlich werde ich es nicht für jeden kleinen Text verwenden, aber sobald länger Beiträge geplant sind, macht es durchaus Sinn. Was aber gerade bei den ersten Texten auffällt: sie lesen sich anders als getippte. Das ist aber sicher eine Frage der Übung und wird sich mit der Zeit ändern.
Dragon NaturallySpeaking gibt es in mehreren Versionen für Windows, von Basic bis Professional. Aber der Hersteller hat auch an Mac Benutzer gedacht, da heißt es Dragon Dictate.
Habt Ihr schon Erfahrungen mit diesem Programm gemacht? Könnt ihr euch vorstellen es einzusetzen, oder verweigert ihr euch dagegen?
Update:
Nachdem Otto in den Kommentaren das passende Video dazu gepostet hat, muss ich euch das natürlich gleich einbauen! ;-)
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oliverhauser
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